12 April 2026, 14:15

Frankfurts Studentenwohnungsnot: 1.500 neue Wohneinheiten auf KWU-Gelände geplant

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnentwicklungsstandortes auf Papier, mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails.

Frankfurts Studentenwohnungsnot: 1.500 neue Wohneinheiten auf KWU-Gelände geplant

Neuer Plan zur Entschärfung der Frankfurter Studentenwohnungsnot: Umnutzung des ehemaligen KWU-Geländes in Offenbach

Ein neuer Ansatz zur Linderung der akuten Wohnungsnot unter Studierenden in Frankfurt nimmt auf dem früheren Gelände der Kraftwerk Union (KWU) in Offenbach konkrete Formen an. Über 3.000 Studierende stehen derzeit auf Wartelisten für Plätze in Wohnheimen – eine Situation, die Behörden zum Handeln zwingt. Das Vorhaben sieht vor, bestehende Hochhäuser in modulare Studentenwohnungen umzuwandeln und so bis zu 1.500 neue Wohneinheiten in der Region zu schaffen.

Die Initiative wurde Ende 2023 ins Leben gerufen, als Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erste Gespräche anstieß. Mittlerweile haben sich zentrale Akteure zusammengeschlossen: das Studierendenwerk Frankfurt, das Land Hessen sowie die Städte Frankfurt und Offenbach. Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studierendenwerks, bezeichnete den Standort Kaiserlei als "seltene Chance", um den Wohnraummangel im Rhein-Main-Gebiet zu bekämpfen.

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Die Becken Group, die bis zum 28. Februar die Entwicklungsrechte für das Gelände hält, schlug vor, die bestehenden Hochhäuser in Studentenwohnheime umzubauen. Auch die Adler Group als Eigentümerin des Areals signalisierte Bereitschaft, an einer gemeinsamen Lösung mitzuwirken. Frankfurts Planungsdezernent Marcus Gwechenberger treibt den Bau neuen Wohnraums voran, während Hessens stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori das Vorhaben unterstützt, bezahlbare Wohnmöglichkeiten für Studierende und Auszubildende zu schaffen.

Die nächsten Schritte hängen von den finalen Absprachen zwischen den Städten, den Projektentwicklern und den Landesbehörden ab. Bei einer Genehmigung könnten die modularen Wohnheime die Wartelisten für Studentenwohnungen deutlich verkürzen. Die befristeten Entwicklungsrechte der Becken Group verleihen den Verhandlungen zusätzliche Dringlichkeit.

Quelle