Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung
Hilma PergandeFrankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung
Ein Gymnasium in Hessen wird bald den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die Entscheidung, das Neue Gymnasium Frankfurt in Margot-Friedländer-Gymnasium umzubenennen, ist die erste Ehrung dieser Art in der Region. Damit soll ihr Vermächtnis bewahrt und die historische Verantwortung in der Bildung gestärkt werden.
Margot Friedländer widmete ihr Leben der Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus. Als Zeitzeugin setzte sie sich unermüdlich gegen das Vergessen der Vergangenheit ein und kämpfte für Menschlichkeit, Toleranz und demokratische Werte. Für ihr Engagement erhielt sie postum Hessens höchste Auszeichnung, die Wilhelm-Leuschner-Medaille, verliehen von Ministerpräsident Boris Rhein.
Boris Rhein betonte die zentrale Rolle von Schulen im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus. Die Umbenennung bezeichnete er als wichtigen Schritt zur Stärkung der Erinnerungskultur in Hessen. Auch Bildungsminister Armin Schwarz unterstützte die Initiative und nannte sie ein starkes Signal für das Bildungssystem.
Die Namensgebung ehrt Margot Friedländers Lebenswerk auf Dauer und setzt zugleich ein Zeichen für demokratische Bildung und die Pflicht, die Geschichte wachzuhalten. Der neue Name der Schule steht für die Verpflichtung zu ihren Werten und ihrem Erbe.






