15 May 2026, 18:14

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Bürgermeister fordert radikale Sparmaßnahmen gegen steigende Kreisumlage

Eine Liniengrafik, die den Betrag der Bundesverschuldung bei der Bevölkerung über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Bürgermeister fordert radikale Sparmaßnahmen gegen steigende Kreisumlage

Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss stehen unter wachsendem Finanzdruck durch die steigende Kreisumlage – eine jährliche Pflichtabgabe an den Kreis. Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert nun entschlossenes Handeln: Die explodierenden Kosten belasteten die Haushalte der Kommunen und gefährdeten grundlegende Dienstleistungen, so seine Argumentation.

Jährlich müssen die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss die Kreisumlage entrichten, eine gesetzlich festgelegte Umlage, die kreisweite Aufgaben finanziert. Zwar kommt das Geld regionalen Projekten zugute, doch vor Ort fehlen den Kommunen laut ihren Vertretern zunehmend die Mittel, um Schulen, Kitas, Straßen und soziale Einrichtungen instand zu halten.

Die Kreisumlage ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und schmälert die Spielräume der Städte für zukunftsorientierte Investitionen. Bis 2026 werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen Grevenbroichs voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die volle Umlage zu decken – die finanzielle Lage der Stadt würde sich damit weiter verschärfen.

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Bürgermeister Krützen schlägt als Lösung ein verbindliches Einsparziel von zwei Prozent im Kreishaushalt vor. Viele Städte setzten bereits ähnliche Maßnahmen um, argumentiert er, und der Kreis solle diesem Beispiel folgen. Unterstützt von kommunalen Spitzenverbänden, wirbt er für den Vorschlag als fairen und solidarischen Schritt, um die Belastung der Gemeinden zu verringern.

Krützen betont zudem die Bedeutung einer handlungsfähigen Kommunalpolitik. Ohne Entlastung drohten den Gemeinden Kürzungen bei essenziellen Leistungen, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe sicherten, warnt er.

Ziel der Forderung nach einem verbindlichen Sparziel ist es, die finanzielle Belastung der Kommunen zu begrenzen. Wird der Vorschlag umgesetzt, könnten Städte wie Grevenbroich mehr Mittel für lokale Aufgaben behalten. Bis dahin bleibt die steigende Kreisumlage eine Nagelprobe für das Gleichgewicht zwischen regionalen und kommunalen Prioritäten.

Quelle