09 June 2026, 02:07

FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – doch der Mitgliederschwund bleibt

FDP-Mitgliedschaft wächst: 780 neue Mitglieder nach Parteitag - Generalsekretär Hagen spricht von Rückenwind

FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – doch der Mitgliederschwund bleibt

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat einen Führungswechsel und einen jüngsten Mitgliederschub erlebt. Auf dem Parteitag am 30. und 31. Mai 2023 wählten die Delegierten Wolfgang Kubicki zum neuen Parteivorsitzenden und lösten damit den bisherigen Amtsinhaber ab. Gleichzeitig wurde Martin Hagen als favorisierter Kandidat für das Amt des Generalsekretärs bestimmt.

Die Mitgliederzahlen der FDP, die jahrelang bei etwa 70.000 stagniert hatten, begannen nach Ostern 2023 wieder zu steigen und erreichten 2021 mit 77.276 einen Höchststand. Der Parteitag brachte erhebliche Veränderungen in der Führungsspitze der Liberalen. Wolfgang Kubicki sicherte sich den Vorsitz, musste sich dabei aber einer kurzfristigen Herausforderung durch Marie-Agnes Strack-Zimmermann stellen. An seiner Seite wählten die Delegierten Martin Hagen zum Wunschkandidaten für das Amt des Generalsekretärs und unterstrichen so den neuen Kurs der Partei.

Zudem wurden drei stellvertretende Vorsitzende gewählt: Henning Höne, Svenja Hahn und Linda Teuteberg. Ihre Ernennung folgte auf eine Phase innerparteilicher Umstrukturierungen.

Die Mitgliederzahlen waren zuvor auf etwa 69.000 gesunken, bevor sie wieder anstiegen. Bis zum 5. Juni 2023 verzeichnete die FDP rund 780 Neumitglieder, denen etwa 80 Austritte gegenüberstanden. Dieser Zuwachs bedeutete ein stetiges Wachstum von knapp einem Prozent seit Ostern 2023.

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Doch 2024 änderte sich die Lage erneut. Mit dem Ende der Ampelkoalition verlor die FDP fast 10.000 Mitglieder und gab damit einen Teil der zuvor erzielten Gewinne wieder ab.

Die FDP geht nun mit Kubicki an der Spitze und einem erneuerten Führungsteam in die Zukunft. Zwar erlebte die Partei Mitte 2023 einen kurzen Mitgliederschub, doch nach dem deutlichen Rückgang 2024 steht sie vor neuen Herausforderungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die jüngsten organisatorischen Veränderungen die Basis der Partei stabilisieren können.

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