FC Erzgebirge Aue steigt nach 80 Jahren aus der dritten Liga ab
FC Erzgebirge Aues 80-jährige Zugehörigkeit zur dritten Liga endet nach dramatischem 2:2 gegen SV Wehen Wiesbaden
Mit einem spektakulären 2:2 gegen die SV Wehen Wiesbaden ist der FC Erzgebirge Aue nach 80 Jahren aus der dritten Liga abgestiegen. Der späte Ausgleichstreffer von Moritz Seiffert in der 89. Minute besiegelte das Schicksal des Traditionsvereins, der damit in die Viertklassigkeit absteigen muss. Trotz Unterzahl über weite Teile der Partie zeigte Wiesbaden in der hektischen Schlussphase beachtlichen Kampfgeist.
Die Gäste aus Wiesbaden gingen früh in Führung, als Moritz Flotho das Tor traf. Tarik Gözüsirin erhöhte mit einem sehenswerten Direktschuss nach einer Ecke auf 2:1. Kurz darauf sahen die Hessen jedoch die Rote Karte und mussten die restliche Spielzeit in Unterzahl bestreiten – was sie mit disziplinierter Defensivarbeit kompensierten.
Die Schlussminuten waren vom puren Überlebenskampf geprägt: Verzweifelte Befreiungsschläge und geblockte Torschüsse prägten das Bild, während Aue verzweifelt den Ausgleich suchte. Moritz Seiffert gelang dieser schließlich in der 89. Minute – doch der Punktgewinn reichte nicht, um den Abstieg abzuwenden.
Nach dem Spiel bezeichnete Wiesbadens Trainer Stefan Stritzel das Ergebnis als "bittersüß" und bedauerte, nicht alle drei Punkte mitgenommen zu haben. Sein Kollege Daniel Scherning lobte zwar das Potenzial seiner Mannschaft, räumte aber ein, den frühen Vorsprung nicht konsequent ausbauen zu können.
Mit dem Remis steht der Abstieg des FC Erzgebirge Aue nach acht Jahrzehnten in der dritten Liga endgültig fest. Für die SV Wehen Wiesbaden unterstrich die Leistung trotz personeller Unterlegenheit einmal mehr ihren Kampfgeist. Beide Teams blicken nun auf die kommende Saison – wenn auch in unterschiedlichen Ligen.






