09 June 2026, 04:09

Elektroauto-Förderung floppt: Warum Deutschlands Prämie kaum genutzt wird

E-Auto-Ankaufprämie noch immer nicht ausgezahlt

Elektroauto-Förderung floppt: Warum Deutschlands Prämie kaum genutzt wird

Deutschlands Förderprogramm für Elektroautos bleibt weit hinter den Erwartungen zurück

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Das im Juli 2016 gestartete staatliche Förderprogramm für Elektrofahrzeuge hat seine Ziele bei Weitem verfehlt. Mit finanziellen Anreizen sollte der Absatz gesteigert werden – doch bis Mitte 2017 wurde nur ein Bruchteil der angestrebten Fahrzeuge verkauft.

Die Regierung führte die Prämie Anfang Juli 2016 ein, rückwirkend galt sie jedoch bereits für Autos, die ab dem 18. Mai desselben Jahres erworben wurden. Käufer rein elektrischer Fahrzeuge erhielten 4.000 Euro, für Plug-in-Hybride gab es 3.000 Euro. Die Behörden erhofften sich dadurch mindestens 300.000 geförderte Verkäufe.

Doch bis Ende Juni 2017 wurden lediglich 23.024 Anträge gestellt. Davon entfielen 13.080 auf rein elektrische Autos und 9.937 auf Plug-in-Hybride. Nur 10.150 Anträge stammten von Privatpersonen – der Großteil kam von Unternehmen.

Die schwache Nachfrage nach der Förderung fällt in eine Phase, in der Deutschland sein ursprüngliches Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 aufgegeben hat. Andreas Obersteller, Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), nannte hohe Kosten, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und begrenzte Reichweiten als Hauptgründe für die zögerliche Entwicklung. Nicht abgerufene Mittel verfallen nun im Juni 2019.

Die geringe Inanspruchnahme der Prämie unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen auf dem deutschen Elektroautomarkt. Mit der Streichung des 2020er-Ziels droht nun das Aus für die verbliebenen Fördergelder. Weniger als 25.000 Anträge im ersten Jahr zeigen: Die Kaufanreize allein reichen nicht aus, um den Umstieg zu beschleunigen.

Quelle