17 June 2026, 17:05

Dresden nutzt Elbwasser für klimaneutrale Fernwärme mit Großwärmepumpe

Wasserwärmepumpe am Elbeufer geplant

Dresden nutzt Elbwasser für klimaneutrale Fernwärme mit Großwärmepumpe

Dresden plant Großwärmepumpe für klimaneutrale Fernwärme aus Elbwasser

Dresden plant den Bau einer neuen Großwärmepumpe, die Wärme aus dem Flusswasser der Elbe gewinnen und in das städtische Fernwärmenetz einspeisen soll. Das Vorhaben soll rund 92 Millionen Euro kosten und einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung leisten.

Die Anlage entsteht in der Nähe der Marienbrücke, da dieser Standort optimalen Zugang zum Fluss sowie zur bestehenden Fernwärmeinfrastruktur bietet. Im Betrieb wird sie etwa 2,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde entnehmen und dieses um rund drei Grad abgekühlt wieder in die Elbe zurückleiten – ohne die Gesamtwassertemperatur des Flusses spürbar zu beeinflussen.

Im Gegensatz zu Luftwärmepumpen bietet Flusswasser den Vorteil einer gleichbleibenden Temperatur, unabhängig von Tages- oder Nachtzeit. Die Inbetriebnahme der Anlage könnte bereits 2031 erfolgen. Pro Jahr soll sie etwa 300.000 Megawattstunden Wärme erzeugen – genug, um bis zu 45.000 Haushalte zu versorgen.

Aktuell beziehen rund die Hälfte der Dresdner Haushalte Fernwärme, wobei der jährliche Verbrauch bei 1,7 Millionen Megawattstunden liegt. Die neue Anlage soll den Anteil klimaneutraler Wärme im städtischen Mix deutlich erhöhen.

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Das Projekt ist ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung: Die Wärmepumpe wird das System um eine erhebliche Menge grüner Energie ergänzen, ohne das ökologische Gleichgewicht der Elbe zu stören. Damit erweitert Dresden seine Kapazitäten für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Fernwärme.

Quelle