Drei Spaziergänger lösen Großeinsatz an der Müngstener Brücke aus
Drei Personen am Sonntagmittag unerlaubt an der Müngstener Brücke gesichtet
Am Sonntag, dem 8. März, wurden gegen Mittag drei Personen widerrechtlich im Bereich der Müngstener Brücke beobachtet. Ihre Anwesenheit führte dazu, dass die Bahnstrecke für fast eine Stunde gesperrt werden musste, während Einsatzkräfte vor Ort waren. Nun prüfen die Behörden, ob sie die entstandenen Kosten von den Verantwortlichen zurückfordern können. An der Operation waren mehrere Stellen beteiligt.
Augenzeugen hatten gegen 12:05 Uhr zwei Erwachsene und ein Kind im gesperrten Gleisbereich gemeldet. Die Gruppe gab später an, eine Navigations-App habe sie auf die Brücke geleitet. Bereits um 12:09 Uhr wurde der Bahnverkehr eingestellt und blieb bis 12:50 Uhr unterbrochen, während Bundespolizei, die Polizei Wuppertal sowie die Feuerwehren aus Solingen und Remscheid die Lage klärten.
Die Feuerwehr Solingen hat inzwischen einen Kostenbescheid in Höhe von etwa 656 Euro auf Grundlage des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (BHKG) sowie kommunaler Vorschriften erlassen. Die Polizei Wuppertal verlangt von jedem der Beteiligten zudem 118,50 Euro – das Verfahren läuft jedoch noch. Die Bundespolizei verzeichnete Einsatzkosten von 99,60 Euro und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Personen ein.
Die Stadt Remscheid prüft derzeit noch, ob sie die angefallenen Kosten geltend machen wird, hat dafür aber keinen Zeitrahmen genannt. Solingen hat seine Forderungen bereits durch offizielle Bescheide formalisiert.
Der Vorfall sorgte für eine 41-minütige Unterbrechung des Schienenverkehrs und löste einen Großeinsatz mehrerer Behörden aus. Die entstandenen Kosten werden nun auf rechtlichem Weg eingezogen. Die Ermittlungen, wie die Gruppe in den gesperrten Bereich gelangt ist, laufen weiterhin.






