06 June 2026, 14:07

Dorothee Bäder löst mit BAföG-Aussagen Streit in der Koalition aus

Dorothee Mantels Studien

Dorothee Bäder löst mit BAföG-Aussagen Streit in der Koalition aus

Dorothee Bäder, eine aufstrebende Persönlichkeit in der deutschen CSU, hat mit jüngsten Äußerungen zur Studienförderung für Aufsehen gesorgt. Ihre Aussagen Ende Mai 2023 überraschten sowohl Studierende als auch Koalitionspartner. Im Mittelpunkt der Debatte stehen geplante Erhöhungen der BAföG-Leistungen, einer zentralen finanziellen Unterstützungsmaßnahme für Studierende.

Bäder, geboren 1978, trat mit 14 Jahren der Schülerunion bei und wurde zwei Jahre später CSU-Mitglied. Mit 23 Jahren zog sie in den Parteivorstand ein, und im Alter von 24 Jahren wurde sie als jüngste CSU-Abgeordnete in den Bundestag gewählt.

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Sie studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und schloss ihr Studium 2006 mit Auszeichnung ab. Ihre Diplomarbeit ist jedoch weder in der Bibliothek des OSI noch in den Archiven der Hanns-Seidel-Stiftung auffindbar. Früh in ihrer Karriere veröffentlichte sie 2001 einen Beitrag über „mitfühlenden Konservatismus“ in den Politischen Studien.

In ihrem Mai-Interview bezeichnete Bäder Studierende als „sehr privilegiert“ und wies Bedenken zur Vereinbarkeit von Job und Studium zurück. Zudem behauptete sie, Koalitionskreise hätten ihre Unterstützung für eine geplante Erhöhung des BAföG-Wohnzuschusses zurückgezogen. Zuvor hatte die Koalition eine Anhebung von 380 auf 440 Euro beschlossen. Die SPD betonte später, weiterhin hinter der Reform zu stehen, und verwies auf Widerstand aus Bäders eigener Partei.

Bäders Aussagen brachten sie in Konflikt mit Koalitionspartnern und Studierendenvertretungen. Der Streit offenbart die Spaltungen in der BAföG-Finanzierung, während die SPD an ihrer Reformunterstützung festhält. Das weitere Vorgehen hängt von den anstehenden Verhandlungen der Regierungsparteien ab.

Quelle