03 April 2026, 22:11

Dietzenbachs Spessart-Viertel friert: Heizung und Warmwasser seit Tagen abgestellt

Plakat mit der Überschrift "Die Biden-Harris-Verwaltung ergreift Maßnahmen, um den Staaten und Städten bei der Bekämpfung von Extremtemperaturen zu helfen" mit einem roten und weißen Schild-Design mit einem Blitz, eingerahmt von einem gelben Rand auf einem weißen Hintergrund.

Dietzenbachs Spessart-Viertel friert: Heizung und Warmwasser seit Tagen abgestellt

Hunderte Bewohner des Dietzenbacher Stadtteils Spessart sitzen seit Tagen ohne Heizung und Warmwasser, nachdem die Energieversorgung Dietzenbach GmbH (EVD) die Versorgung abgestellt hat. Der drastische Schritt folgt einem langwierigen Zahlungsstreit zwischen dem Energieversorger und der Hausverwaltungsfirma FFM GmbH. Bürgermeister Dr. Dieter Lang nannte die Situation "außerordentlich bedauerlich", unterstützte jedoch die Entscheidung des Unternehmens.

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Die EVD hatte die Versorgung für fünf Hochhäuser gekappt, nachdem die FFM GmbH wiederholt ausstehende Zahlungen nicht beglichen hatte. Wie Geschäftsführer Guido Schick mitteilte, sei das Unternehmen seinen Verpflichtungen zur Begleichung der Rückstände nicht nachgekommen. Mitgeschäftsführerin Bettina Buchert ergänzte, dass zwei jüngere Zahlungen in Höhe von insgesamt rund 100.000 Euro nur teilweise gedeckt gewesen seien – weniger als die Hälfte des Betrags sei tatsächlich geflossen.

Die EVD hatte der FFM GmbH zuvor Ratenzahlungsvereinbarungen angeboten, doch die Hausverwaltung habe weder reagiert noch einem Tilgungsplan zugestimmt. Erst in letzter Minute überwies das Unternehmen etwa 130.000 Euro, doch bleiben weiterhin rund 400.000 Euro offen.

Als Reaktion auf die Krise richtete die Dietzenbacher Stadtverwaltung eine Beratungsstelle im Bildungszentrum Dietzenbach ein. Zudem prüft die Kommune Hilfsmaßnahmen für besonders schutzbedürftige Haushalte, darunter Familien mit Neugeborenen oder pflegebedürftige Personen. Bürgermeister Lang betonte, dass eine Lösung nun von der FFM abhängt, die ihre Schulden begleichen und die Versorgung wiederherstellen müsse.

Betroffen sind zahlreiche Haushalte, wann die Versorgung wiederaufgenommen wird, ist derzeit unklar. Die Stadt bietet Betroffenen Beratung an und lotet Unterstützung für die dringendsten Fälle aus. Die EVD hingegen besteht darauf, dass die Leistungen erst nach vollständiger Begleichung der ausstehenden Forderungen durch die FFM wieder aufgenommen werden.

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