Die Linke fordert radikale Cannabis-Reform: Höhere Besitzgrenzen und EU-Legalisierung
Esther SchülerDie Linke fordert radikale Cannabis-Reform: Höhere Besitzgrenzen und EU-Legalisierung
Die Linke hat die aktuellen Cannabis-Gesetze in Deutschland als unwirksam und übermäßig restriktiv kritisiert. In einem neuen Antrag fordert die Partei weitreichende Reformen, darunter höhere Besitzgrenzen und einfachere Regeln für Cannabis-Clubs. Ihre Vorschläge zielen zudem auf eine vollständige Legalisierung in der gesamten EU ab.
Die Kritik der Partei bezieht sich auf die von der früheren Ampelkoalition eingeführte Teillegalisierung. Laut einem Zwischenbericht deckten Cannabis-Clubs im Jahr 2024 weniger als 0,1 Prozent des Gesamtbedarfs ab. Die Linke argumentiert, dass übermäßige Bürokratie und strenge Vorschriften die Clubs daran hindern, ordnungsgemäß zu funktionieren.
Der Antrag verlangt einen pragmatischeren Ansatz. So soll die erlaubte Menge für den Privatbesitz auf ein "realistisches Niveau" angehoben und der nichtkommerzielle Austausch unter Erwachsenen gestattet werden. Zudem fordert die Partei bundesweit vereinheitlichte und vereinfachte Genehmigungsverfahren für Cannabis-Clubs, um den bürokratischen Aufwand zu verringern.
Über die nationalen Änderungen hinaus setzt sich Die Linke für wissenschaftliche Modellprojekte ein, in denen verschiedene Modelle einer kontrollierten legalen Abgabe erprobt werden sollen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Überarbeitung der THC-Grenzwerte für Autofahrer, um die Cannabis-Regelungen stärker an die für Alkohol anzugleichen.
Die Partei betont, dass das aktuelle Gesetz keinen funktionierenden legalen Markt für den Freizeitkonsum schafft. Ihre Reformvorschläge zielen darauf ab, den Zugang zu erleichtern, die Bürokratie abzubauen und eine EU-weite Legalisierung voranzutreiben. Der Antrag wird nun im Parlament weiter beraten.






