04 April 2026, 04:11

DHL und Kommunen suchen Lösungen für Verkehrsprobleme am Paketzentrum Obertshausen

Gelber DHL-Lieferwagen parkt am Straßenrand, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Schildern, Strommasten, Verkehrszeichen und einem Fußgänger auf dem Gehweg.

DHL und Kommunen suchen Lösungen für Verkehrsprobleme am Paketzentrum Obertshausen

Vertreter aus Obertshausen und Heusenstamm haben sich kürzlich mit Verantwortlichen von DHL getroffen, um die anhaltenden Probleme mit Verkehr und Parkplatzsituation in der Nähe eines der größten Paketumschlagzentren Deutschlands zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen illegales Parken von Lkw, die Verkehrslenkung sowie die Auswirkungen des DHL-Betriebs auf das umliegende Industriegebiet.

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Das Treffen fand im DHL-Verteilzentrum im Gewerbegebiet Herzbäcker in Obertshausen statt, das 2016 eröffnet wurde. Die Anlage hat eine Kapazität von bis zu 50.000 Paketen pro Stunde und beschäftigt in Spitzenzeiten rund 900 Mitarbeiter in zwei Schichten. Jochen Stark, Niederlassungsleiter für Frankfurt, begrüßte die Delegation gemeinsam mit seinen Kolleginnen Michèle Rieger und Gabriele Schulz.

Bürgermeister Steffen Ball äußerte Besorgnis über illegal abgestellte Lkw, die zunehmend in das Industriegebiet von Heusenstamm ausstrahlen. Er kündigte an, dass kommunale Ordnungsämter künftig Verstöße systematisch dokumentieren werden. DHL betonte, dass Lkw nur während der Auftragsabwicklung auf dem Gelände verweilen sollten und dass Fahrer unter der Woche Zugang zu Sanitäranlagen im Zentrum hätten.

Themen der Gespräche waren auch die weiteren Verpflichtungen von DHL, darunter die größte Elektrofahrzeugflotte Deutschlands, die mittlerweile über 35.000 E-Lieferfahrzeuge umfasst – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 3.000 Fahrzeugen im Jahr 2018. Jochen Stark unterstrich das Engagement des Unternehmens für Arbeitsplatzsicherheit und nachhaltige Logistik im Rahmen der universellen Dienstleistungspflicht. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dringend Modernisierungen an der Verkehrsanbindung für das Industriegebiet erforderlich sind.

Bis zum Ende des Treffens vereinbarten beide Seiten, weiter nach Lösungen zu suchen und an einem gemeinsamen Ansatz zu arbeiten. Die Gespräche zeigten sowohl akute Herausforderungen wie Verkehrsstaus und illegales Parken als auch langfristige Ziele wie eine nachhaltige Logistik auf. Weitere Beratungen sind geplant, um diese Themen zu vertiefen. Unterdessen bleibt der DHL-Standort in Obertshausen ein zentraler Knotenpunkt im regionalen Paketnetz.

Quelle