Deutschland bleibt Spitzenreiter bei Kreislaufwirtschaft – doch Asien holt auf
Hilma PergandeDeutschland bleibt Spitzenreiter bei Kreislaufwirtschaft – doch Asien holt auf
Deutschland hat seine Position als weltweiter Vorreiter bei Kreislaufwirtschaftstechnologien gefestigt. Das Land liegt mit der Zahl der eingereichten Patente nur hinter den USA auf Platz zwei, doch seine Innovationen entfalten global die größte wirtschaftliche Wirkung. Ein neuer Bericht zeigt sowohl die Stärken Deutschlands als auch den wachsenden Wettbewerb durch asiatische Nationen auf.
Zwischen 2010 und 2024 wurden weltweit fast 62.000 Patente im Bereich der Kreislaufwirtschaft angemeldet. Deutschland steuerte davon 10.700 bei und liegt damit hinter den USA, die 14.000 Anmeldungen verzeichneten. Trotz der geringeren Anzahl heben sich deutsche Patente durch ihre Qualität und ihren Einfluss ab: Sie wurden fast 15.000 Mal zitiert – öfter als die jedes anderen Landes.
Besonders stark ist Deutschland in Schlüsselsektoren wie Batterierecycling und zirkulärem Bauen. Die Patente in diesen Bereichen machen einen beträchtlichen Anteil am weltweiten Gesamtaufkommen aus. Allerdings hat sich das Wachstum bei den Patentanmeldungen verlangsamt: Seit 2010 stieg die Zahl nur um das 1,3-Fache – die niedrigste Rate unter den führenden Nationen.
Unterdessen haben China, Südkorea und Japan ihre Innovationsbemühungen deutlich beschleunigt. Zwischen 2010 und 2021 stiegen Chinas Patentanmeldungen um fast das Fünffache, während sich die Zahlen Südkoreas verdreifachten und die Japans verdoppelten. Diese rasante Expansion deutet auf eine Verschiebung der globalen Machtverhältnisse bei Kreislaufwirtschaftstechnologien hin.
Deutschland bleibt zwar eine der führenden Kräfte in der Kreislaufwirtschaftsinnovation, mit Patenten, die wirtschaftlich mehr Gewicht haben als die aller anderen Länder. Doch während asiatische Staaten ihre Anstrengungen intensivieren, wird die wachsende Dynamiklücke immer schwerer zu übersehen. Die Daten legen nahe, dass Deutschland seine Spitzenposition angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbs verteidigen muss.






