Deutsche Hersteller aktualisieren Diesel-Software – Importeure zögern noch
Esther SchülerDeutsche Hersteller aktualisieren Diesel-Software – Importeure zögern noch
Deutsche Autohersteller haben sich bereit erklärt, die Abgassteuerungssoftware von rund 5,3 Millionen Diesel-Fahrzeugen zu aktualisieren. Diese Maßnahme folgt auf die Gespräche beim jüngsten Dieselgipfel in Deutschland. Importfirmen zeigen sich jedoch zögerlich, sich dem Programm anzuschließen.
Beim Dieselgipfel wurden Pläne für ein nationales Software-Update-Programm beschlossen. Verkehrsminister Alexander Dobrindt kritisierte die Importeure öffentlich für ihre zögerliche Reaktion. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat noch nicht bestätigt, ob sich seine Mitglieder beteiligen werden.
In der ersten Jahreshälfte hielten Importeure einen Marktanteil von 37,7 Prozent bei Neuzulassungen. Bei ihnen entfielen 33 Prozent der Anmeldungen auf Dieselmodelle, während deutsche Marken einen Dieselanteil von 47 Prozent verzeichneten. Toyota hingegen hat eigenständig gehandelt und bietet eine Prämie von 2.000 Euro für den Umtausch älterer Diesel gegen neue Hybridfahrzeuge an.
Das Software-Update-Programm gilt ausschließlich für Fahrzeuge in Deutschland. Die Teilnahme der Importeure bleibt ungewiss, während einige – wie Toyota – bereits eigene Anreize geschaffen haben. Ziel der Initiative ist es, die Emissionen von Millionen bereits zugelassener Diesel-Pkw zu senken.






