10 June 2026, 00:35

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps ohne Milliarden-Investitionen bis 2030

Rail CEO Palla fordert weitere 13 Milliarden Euro für das Schienennetz

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps ohne Milliarden-Investitionen bis 2030

Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass die Pünktlichkeit der Züge ohne dringende Investitionen stark zurückgehen könnte. Unternehmenschefin Evelyn Palla drängt auf zusätzliche Milliardenmittel, um das Schienennetz zu erhalten und zu modernisieren. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass die Pünktlichkeitsquote bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken könnte, falls keine Maßnahmen ergriffen werden.

Interne Unterlagen zeigen, dass die Deutsche Bahn bis 2030 weitere 13 Milliarden Euro benötigt, um die Pünktlichkeitsziele der Bundesregierung zu erreichen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat eine Zielmarke von 70 Prozent pünktlichen Zügen gesetzt – doch deren Erreichung hängt von erheblicher finanzieller Unterstützung ab.

Ohne die zusätzlichen Mittel rechnet das Unternehmen in den kommenden sechs Jahren mit einer weiteren Verschlechterung der Verspätungen. Sollte die Bundesregierung jedoch ihr bisheriges Investitionsniveau beibehalten, könnte sich die Pünktlichkeit um weitere fünf Prozentpunkte verbessern. Palla hat deutlich gemacht, dass bereits die Aufrechterhaltung des bestehenden Netzes – und die Vermeidung weiterer Verschlechterungen – eine massive Aufstockung der Mittel erfordert.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Deutsche Bahn unter wachsendem Druck steht, die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs zu steigern. Eine Injektion von 13 Milliarden Euro könnte die Leistungen stabilisieren und die 70-Prozent-Pünktlichkeitsmarke erreichen. Ohne diese Mittel müssen Fahrgäste bis zum Ende des Jahrzehnts mit noch mehr Verspätungen rechnen.

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