DAX: Vom Wirecard-Skandal bis zum Rekordtief – eine Geschichte der Turbulenzen
Carmine WeißDAX: Vom Wirecard-Skandal bis zum Rekordtief – eine Geschichte der Turbulenzen
Der DAX hat im Laufe der Jahre tiefgreifende Veränderungen durchlaufen und schwere Marktschocks erlebt. 2021 wurde er von 30 auf 40 Unternehmen erweitert, zudem führte der Wirecard-Skandal zu strengeren Berichtspflichten. Der Index überstand auch massive Einbrüche, darunter einen Rückgang um 40 Prozent zu Beginn der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020.
Einer der schlimmsten Tage in der Geschichte des DAX war der 16. Oktober 1989, als er fast 13 Prozent einbrach. Dieser Crash folgte dem Scheitern der Finanzierung einer geplanten Übernahme der US-Fluggesellschaft United Airlines.
Auch während des Platzens der Dotcom-Blase erlitt der Index einen lang anhaltenden Absturz: Zwischen März 2000 und März 2003 verlor er über 70 Prozent seines Werts.
Die Aufnahme von Wirecard in den DAX im September 2018 und der spätere Ausschluss im August 2020 markierten eine weitere turbulente Phase. Das Unternehmen wurde nach Aufdeckung eines 1,9-Milliarden-Euro-Bilanzbetrugs aus dem Index entfernt. Der Skandal führte zu Reformen, darunter verschärfte Transparenzregeln und die Erweiterung des Index auf 40 Unternehmen im Jahr 2021.
Anleger können den DAX nicht direkt kaufen, sondern setzen auf ETFs, Futures oder Optionen, um an seiner Wertentwicklung teilzuhaben.
Der DAX hat über die Jahrzehnte heftige Kursstürze und strukturelle Veränderungen durchstanden. Sein größter Tagesverlust datiert aus dem Jahr 1989, doch auch die Dotcom-Krise und der Wirecard-Skandal hinterließen tiefe Spuren. Heute unterliegt der Index strengeren Regeln, und eine indirekte Anlage bleibt der einzige Weg, seine Entwicklung abzubilden.
