24 May 2026, 06:16

BDI gibt Wachstumshoffnungen auf – Ostdeutschland sucht Lösungen in der Krise

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

BDI gibt Wachstumshoffnungen auf – Ostdeutschland sucht Lösungen in der Krise

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage, da die wirtschaftlichen Belastungen zunehmen. Hohe Energiekosten, starke Steuerlasten und übermäßige Bürokratie haben die Industrievertretung dazu veranlasst, ihre Hoffnungen auf ein industrielles Wachstum in diesem Jahr aufzugeben. Auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow werden sich die Verantwortlichen diese Woche mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen.

Erwartet werden rund 350 Wirtschaftsvertreter, die täglich an dem Forum teilnehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche werden gemeinsam mit den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an den Diskussionen teilnehmen. Ziel der Veranstaltung ist es, trotz der aktuellen Wirtschaftskrise Chancen für die Industrie auszuloten.

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BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch bezeichnete die Unternehmen als „tief entmutigt, ja sogar frustriert“ angesichts der anhaltenden Krise. Er betonte die Notwendigkeit größerer Flexibilität bei Innovation und Investitionen statt strengerer Regulierung. Gleichzeitig warnte Lösch davor, dass in einem Wahljahr Reformblockaden wahrscheinlicher werden könnten.

Trotz der schwierigen Lage verwies Lösch auf mögliche Vorteile in Ostdeutschland: Verfügbare Flächen und eine gut ausgebaute Infrastruktur könnten insbesondere im Verteidigungssektor Wachstum anziehen. Im Mittelpunkt des Forums steht die Frage, wie Reformforderungen mit praktikablen Lösungen für die kämpfende Industrie in Einklang gebracht werden können.

Der BDI hat klar gemacht, dass 2024 kein industrielles Wachstum mehr erwartet wird. Nun müssen Wirtschaftsführer und Politiker gemeinsam an der Senkung der Energiekosten, der Entbürokratisierung und der Beschleunigung von Reformen arbeiten. Die Ergebnisse des Forums könnten die künftige Wirtschaftspolitik Ostdeutschlands maßgeblich prägen.

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