25 June 2026, 14:09

Bausektor 2026: Wachstum im April, doch Materialkosten und Stagnation belasten die Branche

Umschlag noch ausstehend

Bausektor 2026: Wachstum im April, doch Materialkosten und Stagnation belasten die Branche

Deutscher Bausektor zeigt 2026 gemischte Entwicklungen

Zu Beginn des Jahres 2026 präsentierte sich der deutsche Bausektor mit uneinheitlichen Trends. Zwar stiegen im April die Umsätze und Auftragseingänge, doch die kumulativen Zahlen für das Jahr blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Zudem zogen die Materialkosten im Mai deutlich an.

Im April verzeichnete der Wohnungsbau ein kräftiges Wachstum: Die Umsätze erhöhten sich nominal um 7,1 %, während die Neuaufträge um 8,9 % zulegten. Auch der öffentliche und gewerbliche Hochbau entwickelte sich positiv – hier stiegen die Umsätze um 5,3 % bzw. 6,8 %.

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Der Tiefbau trieb das Umsatzwachstum in den drei Hauptsegmenten voran. Dagegen hinkte der Nichtwohnungsbau hinterher. Trotz der April-Zuwächse blieben die kumulativen Umsätze von Januar bis April auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Materialkosten kletterten im Mai stark in die Höhe: Die Preise für Bitumen stiegen im Jahresvergleich um 31,2 %. Auch Holz, Metalle und mineralische Baustoffe verbuchten deutliche Aufschläge. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, forderte eine schnellere Bereitstellung von Infrastrukturmitteln sowie bessere Anreize für den Wohnungsbau.

Die Auftragseingänge im Bausektor legten im Jahresvergleich um 1,8 % zu. Die Branche sieht sich jedoch mit steigenden Materialkosten und ungleichmäßigem Wachstum in den verschiedenen Segmenten konfrontiert. Der Verband drängt auf Maßnahmen zur Förderung von Wohnungs- und Infrastrukturprojekten.

Quelle