10 May 2026, 12:10

Apotheken kämpfen mit explodierenden Lohnkosten bis 2027

Plakat mit der Aufschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Logo

Apotheken kämpfen mit explodierenden Lohnkosten bis 2027

Apotheken in ganz Deutschland stehen unter wachsendem finanziellen Druck, da die Lohnkosten weiter steigen. Neue Erhöhungen des Mindestlohns und Tarifabschlüsse werden die jährlichen Ausgaben um mehrere tausend Euro erhöhen – die Stabilität der Branche gerät dadurch zunehmend in Gefahr.

Zum Jahresbeginn 2026 stiegen die Löhne in Apotheken bereits um drei Prozent, wie in bestehenden Tarifverträgen vereinbart. Diese Anpassung allein belastet die Personalkosten jedes Betriebs mit rund 9.500 Euro zusätzlich pro Jahr. Zudem steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro, was die Ausgaben pro Apotheke um weitere 700 Euro in die Höhe treibt.

Ein weiterer Anstieg auf 14,60 Euro ist für den 1. Januar 2027 geplant – das entspricht einer Erhöhung um 17,6 Prozent. Zwar verdienen derzeit nur wenige Beschäftigte den Mindestlohn, doch frühere Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich die Forderungen nach höheren Löhnen in der gesamten Branche ausweiten werden.

Der aktuelle Adexa-ADA-Tarifvertrag läuft noch bis zum 31. Dezember 2026, doch bereits kurz danach stehen neue Verhandlungen an. In Nordrhein-Westfalen endet zudem ein separater Tarifvertrag mit dem Tarifverband der Leitenden Apothekenangestellten (TGL) bereits am 30. Juni 2026. Die Gewerkschaftsvertreter von Adexa bereiten sich bereits auf schwierige Gespräche vor.

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Die Treuhand Hannover warnt, dass die steigenden Kosten die Arbeitgeber stark belasten werden. Da keine finanziellen Entlastungen in Sicht sind, fürchten viele in der Branche weitere Belastungen in den kommenden Jahren.

Die Kombination aus höheren Mindestlöhnen und anstehenden Tarifverhandlungen wird den Druck auf die Apothekenfinanzen weiter erhöhen. Die Arbeitgeber müssen mit tausenden Euro zusätzlicher Jahreskosten rechnen – ohne Aussicht auf kurzfristige Besserung. Die Branche steht vor der Herausforderung, diese Belastungen zu bewältigen und gleichzeitig die Versorgung der Patienten aufrechtzuerhalten.

Quelle