25 March 2026, 00:12

Aminata Belli kämpft gegen Mobbing: "Niemand verdient das!"

Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das fordert, dass soziale Medien für das Experiment, das sie an Kindern durchführen, zur Rechenschaft gezogen werden, verziert mit Sternen.

Der Moderator geht gegen Mobbing vor - Aminata Belli kämpft gegen Mobbing: "Niemand verdient das!"

Aminata Belli, Moderatorin mit 33 Jahren, erhebt ihre Stimme gegen Mobbing – als Teil der Kampagne #SagNichtNichts. Bei ihren jüngsten Schulbesuchen in Norddeutschland setzte sie sich mit den Themen psychische Gesundheit, Leistungsdruck und die langfristigen Folgen von Schikane auseinander. Ihr Credo: Nur wer unangenehme Wahrheiten wie Rassismus und Diskriminierung beim Namen nennt, kann das Problem an der Wurzel packen.

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Fast die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland ist von Mobbing betroffen, doch etwa 80 Prozent der Opfer schweigen – aus Angst, Scham oder Resignation. Belli betont: "Niemand verdient es, gemobbt zu werden." Sie ruft dazu auf, hinzusehen, Hilfe zu suchen und Zivilcourage zu zeigen. Sozialen Medien kommt dabei eine ambivalente Rolle zu: Sie verstärken und verbreiten Hassrede – und machen sie gleichzeitig schwerer kontrollierbar.

Auch Belli selbst zog sich Anfang dieses Jahres vorübergehend aus den sozialen Netzwerken zurück, nach einer Flut von Hassnachrichten. Diese Auszeit bezeichnet sie als entscheidend für ihre eigene Heilung und Widerstandsfähigkeit. Doch es geht ihr nicht nur um individuelle Bewältigungsstrategien: Sie verweist auf die Verantwortung der Medien, Normen zu prägen und Hetze sichtbar zu machen.

In ihren Schulgesprächen thematisiert sie auch das oft tabuisierte Phänomen des Mobbings unter Erwachsenen – etwa am Arbeitsplatz. Offene Dialoge unter Schüler:innen, so Belli, förderten das Verständnis und abbten Vorurteile ab. Ihr Ziel: Mobbing entstigmatisieren und Betroffene darin bestärken, Widerstandskraft aufzubauen.

Die Kampagne #SagNichtNichts will Bewusstsein schaffen und zum Handeln gegen Mobbing in allen Lebensbereichen anregen. Bellis Engagement zeigt, wie tiefgreifend Schikane Schule, Beruf und digitale Räume prägt. Durch ihre offene Haltung möchte sie ein unterstützendes Umfeld für Opfer schaffen – und gleichzeitig schädliches Verhalten infrage stellen.

Quelle