10 April 2026, 22:11

AfD zerrissen: Machtkampf um Russland, USA und Sellners "Remigrations"-Pläne

Plakat mit einer Karte der Sowjetunion in rot und blau, überlagert mit Text und Bildern, die den Konflikt zwischen den beiden Ländern darlegen.

AfD zerrissen: Machtkampf um Russland, USA und Sellners "Remigrations"-Pläne

Ein erbitterter Streit über die Außenpolitik erschüttert die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Interne Konflikte sind über das Verhältnis zu den USA und Russland ausgebrochen, wobei führende Vertreter offen aneinandergeraten. Die Auseinandersetzung hat tiefe Gräben offenbart, die nun die Einheit der Partei bedrohen.

Gleichzeitig steht die AfD-Führung in der Kritik, weil sie sich nicht deutlich genug von umstrittenen Vorhaben distanziert – darunter Martin Sellners "Remigrations"-Plan, der selbst deutsche Staatsbürger erfassen könnte.

Der Konflikt eskalierte, als der Parteivorsitzende Tino Chrupalla den Abzug der US-Truppen aus Deutschland forderte. Seine Haltung löste Widerspruch bei anderen AfD-Mitgliedern aus, darunter der Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah. Krah widersprach Chrupalla öffentlich und argumentierte, Deutschland brauche "starke Partner" wie die USA.

Unterdessen warf Rüdiger Lucassen, der verteidigungspolitische Sprecher der AfD, dem russlandfreundlichen Flügel um Björn Höcke vor, ihn aus der Partei drängen zu wollen. Höcke hatte zuvor erklärt, Deutschland in seiner heutigen Form sei "nicht verteidigenswert". Lucassens Widerstand hat ihn innerhalb der eigenen Reihen zur Zielscheibe gemacht.

Weitere Spannungen traten zutage, als der Verteidigungsexperte Hannes Gnauck eine Pressemitteilung verfasste, in der er im Iran-Konflikt die USA unterstützte. Die Veröffentlichung wurde von Chrupalla und der Co-Vorsitzenden Alice Weidel blockiert. Krah warnte später, die extremen Positionen der AfD – sowohl in der Außen- als auch in der Innenpolitik – hätten die politische Isolation verschärft, die rivalisierende Parteien der Partei auferlegt hätten.

Die Weigerung der Führung, Sellners "Remigrations"-Plan zurückzuweisen, hat die Krise zusätzlich angeheizt. Kritiker werfen der AfD vor, damit ihre eigenen Bekundungen, verfassungstreu zu sein, zu untergraben – und vertiefen so die interne Zerrissenheit der Partei.

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Nun droht der AfD eine Spaltung, da sich die Flügel in Fragen der Außenpolitik und der ideologischen Ausrichtung unversöhnlich gegenüberstehen. Chrupallas Forderung nach einem Abzug der US-Truppen hat diejenigen verprellt, die engere Bindungen an Washington bevorzugen. Gleichzeitig hat die Weigerung der Führung, Sellners Plan zu verurteilen, die Prüfung der demokratischen Grundhaltung der Partei verschärft.

Mit verhärteten Fronten riskiert der Streit, die Position der AfD in der deutschen Politik weiter zu schwächen.

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