11 April 2026, 00:16

AfD startet "Messer-App": Wie Berlin mit steigender Gewalt vor der Wahl kämpft

Polizei Berlin Abzeichen mit einem blauen Schild, weißer Stern und schwarzem Text auf einem weißen Rand, auf einer Oberfläche platziert.

AfD startet "Messer-App": Wie Berlin mit steigender Gewalt vor der Wahl kämpft

Messattacken in Berlin sind vor den anstehenden Wahlen zu einem zentralen politischen Thema geworden. Die rechtspopulistische AfD (Alternative für Deutschland) hat ein Online-Tool gestartet, um Vorfälle zu dokumentieren, und wirft der Berliner Regierung vor, wichtige Details zu verschleiern. Die neu veröffentlichte Übersicht, von der Partei scherzhaft als "Messer-App" bezeichnet, kartiert aktuelle Angriffe und stellt die offiziellen Kriminalstatistiken infrage.

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Laut Polizei gab es 2024 in Berlin 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die digitale Übersicht der AfD hebt diese Zahlen hervor und zeigt Vorfälle der letzten 30 Tage auf einer interaktiven Karte. Die Partei behauptet, es klaffe eine erhebliche Lücke zwischen Polizeieinsätzen und der Anzahl erfasster Fälle.

Kristin Brinker, Landesvorsitzende der AfD Berlin, kritisiert die regierende Koalition wegen mangelnder Transparenz bei der Aufklärung gewalttätiger Straftaten. Anders als die meisten Bundesländer veröffentlicht Berlin keine Angaben zur Nationalität der Tatverdächtigen bei Messerattacken. Die AfD fordert, diese Daten offen zu legen, um die Behörden unter Handlungsdruck zu setzen.

Als Reaktion auf die steigende Gewalt haben Polizei und Staatsanwaltschaft Sonderermittlungseinheiten gegen Messerkriminalität eingerichtet. Zudem wurden in der Stadt drei Waffen- und Messer-Verbotszonen ausgewiesen. Gleichzeitig stiegen waffenrechtliche Straftaten 2025 um 68 Prozent an – ein weiterer Grund zur Sorge um die öffentliche Sicherheit.

Mit ihrer Kampagne rückt die AfD das Thema Messergewalt in den Mittelpunkt des Berliner Wahlkampfs. Ihr Tool soll mehr Transparenz erzwingen, etwa durch die Veröffentlichung der Herkunft der Tatverdächtigen. Angesichts steigender Kriminalitätsraten dürfte das Thema für Wähler:innen und Politiker:innen weiterhin von zentraler Bedeutung bleiben.

Quelle