35 Jahre Schulsozialarbeit: Wiesbadens Erfolgsmodell wächst weiter
Schulsozialarbeit ist seit 35 Jahren fester Bestandteil der Wiesbadener Grundschulen. Ein neuer Bericht mit dem Titel „Schulsozialarbeit an Wiesbadener Grundschulen“ dokumentiert ihre Entwicklung und skizziert Pläne für eine weitere Ausweitung. Vertreter der Stadt betonen die zentrale Rolle des Angebots bei der Unterstützung von Kindern und Familien in ganz Wiesbaden.
Das Programm startete 1989 und ist seitdem als verpflichtende Leistung der Jugendhilfe im deutschen Recht verankert. Nach Paragraf 13a des Achtten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB VIII) muss Schulsozialarbeit bereitgestellt werden – ein Zeichen für ihre wachsende Bedeutung. Patricia Becher, Leiterin des Wiesbadener Amts für Soziale Arbeit, hebt hervor, dass die Schulsozialarbeit den Alltag der Kinder präge und Familien dabei helfe, Herausforderungen zu bewältigen.
Im Laufe der Jahre hat sich das Aufgabenfeld der Fachkräfte stark erweitert. Sie gestalten nicht nur ein offenes Schulklima, sondern leisten auch präventive Arbeit und bieten den Schülerinnen und Schülern Halt – besonders an Grundschulen in sozial benachteiligten Stadtteilen.
Die Stadt plant, das Angebot auf weitere Schulen auszuweiten, darunter die Johannes-Maaß-Schule, die Karl-Gärtner-Schule und die Otto-Stückrath-Schule. Wie der Bericht darlegt, hilft frühe Unterstützung im Grundschulalter, spätere Probleme zu vermeiden. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stehen dabei nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern zur Seite und sorgen dafür, dass Familien bei Bedarf Beratung erhalten.
Der vollständige Bericht steht unter www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft-soziales/soziale-dienste/Schulsozialarbeit-Kinder zum Download bereit.
Mit dem Ausbau der Schulsozialarbeit unterstreicht Wiesbaden sein Engagement, noch mehr bedürftige Kinder und Familien zu erreichen. Die langjährige Verankerung und gesetzliche Absicherung des Programms zeigen, wie fest es im Bildungssystem der Stadt verankert ist. Künftig soll der Fokus besonders auf Schulen in Stadtteilen mit hohem Förderbedarf liegen.






